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Die Irlandreise
Geschrieben von: Mira   
Montag, 24. Mai 2010 um 18:13 Uhr

Irland

Fair Play

Wir haben uns nun mal in den Kopf gesetzt, viele Rollstuhlfahrer an unserem Projekt zu beteiligen. Hier in Deutschland in Europa und anderswo. Jeder Rollstuhlfahrer weiß, wie schwer es ist, wieder in einen Beruf einzusteigen und auf dem Arbeitsmarkt zu bestehen. Trotz sogenanntem Gleichstellungsgesetz, das doch mehr auf dem Papier existiert als im realen Leben.

Die klassische Beschäftigung von vielen Rollstuhlfahrern wird in Deutschland eher verhindert. Mit überdimensionierten Vorgaben und einer ausgearteten Bürokratie fällt es Unternehmen schwer überhaupt ein Unternehmen zu starten, und wenn man dann auch noch ein Unternehmen für und mit Rollstuhlfahrern gründen möchte, wird die Sache schon fast utopisch! Auch deshalb bevorzugen wir selbstständige Rollstuhlfahrer als Partner, die in Rahmen ihrer Möglichkeiten aktiv werden können. Wichtig ist uns dabei allerdings, das Risiko für unsere Franchising Partner so gering als möglich zu gestalten. Für eine Aufgabe bei Rolling Elephants, müssen keine teuren Geschäfte angemietet - oder gar umgebaut werden. Wir vertreiben über das Internet, da tun es zum Glück auch der heimische Computer und ein Telefon.

Mithilfe von Rollstuhlfahrern als unsere Partner, wollen wir aber auch ganz real international Fuß fassen. Dabei ist der erste Schritt alle Informationen und Websites in Englisch bereitzustellen. Nur mit unserer deutschen Sprache kommen wir hier nicht sehr weit. Aktuell und eine unserer wichtigsten Missionen ist deshalb, die Übersetzungen unserer Websites ins Englische voranzutreiben und im englischsprachigen Raum erste potenzielle Franchising Partner zu gewinnen.

Mit Fair Play und unserem ganz eigenen Produkt ­hoffen wir bald viele Partnerschaften geschlossen zu haben. Aus den genannten Gründen haben wir uns nach reiflicher Überlegung schlussendlich dazu entschlossen, unsere Firma,  die Rolling Elephants Limited,  im europäischen Irland zu gründen.

 

Rolling Elephants  in Klausur

Um nun das ganze Vorhaben noch einmal zu überdenken und es dann auch gleich praktisch in die Tat umzusetzen, beschlossen wir zu Anfang dieses Jahres auf die grüne Insel zu reisen.

Über Jahre haben wir nun schon entwickelt, getestet und optimiert um ein wirklich gutes Produkt zu bekommen. Jetzt soll es endlich auf den Markt und dazu muss es natürlich gebührend präsentiert werden.  In der Hoffnung, dass andere Rollstuhlfahrer unser Produkt genauso cool finden werden wie wir. Die Bilder zur Präsentation hatten wir schon im vergangenen Herbst geschossen, getextet haben wir auch schon genug und jetzt galt es nur noch, alle Puzzlesteine ordentlich zusammenzusetzen.

 

Und jetzt ein bisschen zum privaten Teil der Geschichte

Motiviert und gespannt traten wir also unsere Reise nach Irland an. Um 6 Uhr früh, zunächst eine lange müde Fahrt zum Flughafen, danach schon etwas aufgeweckter, zum "Check-in" und nach einer Ewigkeit, wie es schien, saßen wir dann endlich im Flugzeug. Nach zwei Stunden  Flug, hatten wir Irland  "Die Grüne Insel" dann endlich erreicht Die Zeit verging schnell und so kam es, dass wir plötzlich in einem Taxi saßen, unterwegs zu unserem Zuhause auf Zeit. Der erste Ire, den wir trafen, war auch gleich sehr freundlich und beantwortete uns geduldig unsere Fragen. Es gab allerdings leichte Verständigungsschwierigkeiten mit dem irischen Akzent. Vollkommen fremdartig und unverständlich waren natürlich die gälischen Verkehrsschilder und Ortsnahmen. Aber nach dem Motto "Improvisation ist alles" haben wir uns trotzdem sehr gut unterhalten.

Es folgte ein Tag der Eingewöhnung, an dem ich feststellen musste, dass Irland, besonders für Rollstuhlfahrer, eine äußerst bergige Angelegenheit ist. Doch  auch wunderschön!  Überall gibt es Weiden mit Schafen und Kühen. Sehr ländlich aber auch entspannt. Jeder grüßt` einen, aus dem Auto vom Traktor oder zu Fuß. Wir grüßten natürlich brav zurück, nachdem wir erst einmal begriffen hatten, dass das hier so üblich ist.

 

Arbeit, Arbeit und noch mehr zu tun..

Am nächsten Tag ging es dann mit der Arbeit gleich richtig los. Was musste alles getan werden und von wem, das waren unsere ersten Fragen. Wir hatten uns ja extra die ruhigste Gegend für unser konzentriertes Arbeiten ausgesucht. Aber alles hat seine Grenzen: Wie sollten wir hier zwischen Schafen und Kühen an eine vernünftige Internet Verbindung kommen.  Also los, zur nächsten größeren Stadt und einkaufen! Denn Essen mussten wir ja auch. Und eine günstige  "Prepaid"  Karte fürs Telefon und fürs Internet brauchten wir in unserer Einöde natürlich auch.  Klingt einfach, doch wir irrten eine Weile umher, bis wir dahinter kamen, wo wir das alles kriegen konnten ...

Dann folgten Wochen zwischen stundenlanger konzentrierter Arbeit, zeitraubendem Research, Diskussionen und Terminen mit verschiedensten Leuten. Mal sehr gestresst mal optimistisch schwankte unsere Stimmung hin und her. Sonstige Abwechslung gab es kaum. Von wegen, jeden Abend gemütlich ins Pup!  Spaziergänge waren das einzige Ventil, wenn man mal abschalten musste. Für mich war es weniger ein gemütliches Spazieren rollen, als eher ununterbrochenes sich nach oben kämpfen - manchmal Millimeter um Millimeter. Die Abfahrt genoss ich dagegen in vollen Zügen.

Auch mit unserer Arbeit  ging es voran und die Präsentation wurde fertig. Doch wie das immer so ist, viel zu langsam ging es uns eben auch.  Doch wir kämpften uns durch und nahmen dabei auch so manchen Rückschlag in Kauf.

 

Das Ergebnis

So brach vorerst unsere letzte Irland Woche an und wir steckten noch immer "mitten drin".  Die Präsentation wurde fertig!  Jetzt will nur noch unser Shop-System technisch angegliedert werden.  Unseren Zeitplan konnten wir allerdings wieder einmal nicht ganz einhalten. Trotz Arbeitslager:  Ein Tag hat eben doch nur 24 Stunden. Und Lösungen schüttelt man auch nicht immer gerade so aus dem Ärmel.  So nehmen wir also einen Teil unserer Arbeit wieder mit nach Deutschland aber einen Teil von uns lassen wir auch schon mal hier.

Es sieht doch langsam so aus, als könntet wir bald online gehen ...

 

 

 

Links für Rollstuhlfahrer


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Reporter werden oder Material einreichen und dafür eine Rolling Elephants Jeans kassieren ...


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