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Unser erster Reporter auf Sri Lanka Heute haben wir von einem sehr engagierten Rollifahrer auf Sri Lanka den ersten Bericht über ein Leben im Rollstuhl, hier in SL erhalten.
Sisira hat versprochen uns weitere Berichte zu schicken - in einer Art Tagebuch, will er über das ganz normale Leben berichten. Etwas mehr über sein ganz alltägliches Leben und wie man das in einem Land wie SL so bewältigt.
Wie lebt man in anderen Ländern mit seinen Handicaps
-ein interessantes Thema! Weiter suchen wir nach Rollstuhlfahrern die entsprechend Bilder und Bildreportagen machen können und jemanden der uns die Texte von Sisira ins englische übersetzen kann, damit wir das ganze dann, ins Deutsche übersetz, im deutschsprachigem Netz veröffentlichen können. (Ziemlich kompliziert, das mit der Völkerverständigung....) Es wird jedenfalls schnell klar, dass unsere bevorzugte Kommunikation die Bilder Sprache sein sollte....
(Auf jeden Fall brauchen wir eine menge Übersetzungen...)
SriLankis mit Handicap
In Sri Lanka ist es im Übrigen garnicht so einfach an Rollstuhlfahrer heran zu kommen. Manchmal hatte ich schon den Eindruck, dass es hier überhaupt keine Menschen mit Behinderungen gibt. Und wenn, dann präsentieren sie sich nur im erbärmlichsten Zustand zum Betteln. Meistens aber halten sie sich, von ihren Familien beschützt und behütet, versteckt in ihrem Zuhause auf. Es gibt wenige öffentliche Einrichtungen. Die wenigen, die es gibt, sind kirchliche Einrichtungen, die es dann aber auch wirklich mit den Härtefällen zu tun haben. Und das bedeutet hier: ohne Familienanschluss und -schon deshalb, wirklich sehr sehr arm d`ran. Mahil war einen Tag lang in solchen Heimen unterwegs und kam am Abend total verstört zurück. Er ist selbst SriLanki und die “Shows der Straße” gewöhnt, aber Normalos kommen auch in SL wohl eher selten mit den wirklich schlimmen Zuständen in ihrem Land in Berührung. Auch uns wurden unsere Grenzen schnell bewusst. Da gibt es gar keine Frage, diese besonderen Härtefälle sprengen eindeutig unseren Rahmen und unsere Möglichkeiten! Es gibt auf jeden Fall, auch hier in Sri Lanka, den ganz normalen “Andersartigen” und einige davon, sind sehr an einer vernünftigen Aufgabe interessiert. Es gibt hier bewundernwerte Leute, die mit viel Einfallsreichtum ihr Leben meistern. Außerdem haben wir durch unsere Suche gute Kontakte zu einer Rollstuhlfahrer Organisation aufgebaut. Diese ist in ganz SL tätig und baut, unter anderem, auch Rollstühle in einer Rollifahrer -Werkstatt. Diese Leute können uns später evtl. bei unserem Projekt “Herstellung diverser Rollstuhl -Accessoires helfen” oder einige Ausstellungen in unserem Künstlercafé organisieren. Ich bin sehr gespannt, wie sich das ganze weiter entwickelt...
Sonntag, 25.11.2007 Alles was wir an Bildern und Texten haben, stellen wir jetzt mal in unsere VIP-Version. So als Ausgangslage für unsere Galerie und als Beispiel, was unsere Mitglieder so anstellen können. Besuch bei Sisira Im Rahmen der SL-Tour von Mira und Arnold, haben wir auch Sisira, unseren Rollifahrer in der Mitte des Landes, besucht. Es war eine abenteuerliche Reise - so ungefähr ans Ende der Welt. Dort, halb tot, angekommen gab`s dann aber schnell Fachgespräche über unterschiedliche Rollstühle für unterschiedliche Einsatz -und Lebensbedingungen, gleich festgehalten in einer Fotoreihe. Außerdem wollen Mira und Arnold einen Reisebericht verfassen. Somit hätten wir dann unseren 1. Reisebericht und unsere 1. Bilderreihe hierzu. Die Idee, das Thema Reiseberichte und Besuche bei anderen Rollstuhlfahrern mit einer Bilderreihe als Doku, in unsere Community aufzunehmen (evtl. mit Unterthemen - wie z.B. “praktischer Rollstuhlbau”), vertieft sich immer mehr. Und ich glaube, Arnold und Mira wollen sich diesen Job nicht entgehen lassen....;-)) Leider, hat’s für den zweiten Rollifahrer in Colombo, einen Maler, zeitlich nicht mehr gereicht. Auch die Rolli Organisation, konnten wir nicht mehr besuchen. Das machen wir alles beim zweiten Besuch der Deutschen.... Sisira haben wir versprochen das Bildmaterial von unserem Besuch zukommen zu lassen. Schon, damit er mal sieht, was wir uns so vorstellen. Er währe begeistert, wenn er weitere Besuche in SL für unsere Beitrags-Reihe “Rollifahrer in SL” unternehmen könnte. Ich hab ihm jedenfalls schon mal in Aussicht gestellt, für die Unkosten aufzukommen. Das mit seinem Tagebuch ist jedenfalls noch nicht so der “Hit”.... Zu viele Wiederholungen im Tagesablauf: Aufstehen, waschen, Tiere füttern, fernsehen - essen, fernsehen..... Mal sehen, ob wir ihm da noch diverse Tips geben können Ach du Schreck ! Samstag, 16.08.2008 Ein ganzes Jahr vergangen und immer noch kein klares Bild in Sicht ! Das Projekt mit unserem Sisira droht endgültig zu scheitern. Wir waren erst gestern wieder “am Ende der Welt” und haben ihn zum “X´ten” mal besucht um irgendwie weiter zu kommen. Bis wir dann endlich da waren, hab ich mich dann nur noch ernsthaft gefragt, was wir eigentlich hier tun. Gut - wir haben ihm endlich mal eine von unseren Jeans mitgebracht. Die hat auch gepasst. Auch wenn Sisira krampfhaft nach Verbesserungsvorschlägen gesucht hat, nur um irgendwie nützlich zu erscheinen. Aber das mit dem Tagebuch kann so einfach nicht weitergehen und das spürt er natürlich auch. Immer nur weiter aufstehen, Tiere füttern und fernsehen ist auf Dauer einfach zum einschlafen. Es ist ja nicht so, dass er ein total langweiliges Leben führt; ganz im Gegenteil, aber er bringt`s einfach nicht aufs Papier. Ich dachte daran, dass Sisira vielleicht jeden Monat einen Rollstuhlfahrer in SL besuchen könnte, und über dessen Leben und seine Reise berichten könnte. Ein aktiver Rollstuhlfahrer mit dem TukTuk auf Sri Lankas Straßen unterwegs -mit allen möglichen großen und kleinen Pannen, Reiseabenteuern und dann noch das Leben eines anderen Rollifahrer`s in Sri Lanka, das währe sicher nicht schlecht. Aber neben der rein körperlichen Belastung für Sisira (was er im übrigen nicht akzeptiert - er meint eher, dass nur wir Europäer so verhätschelt und verwöhnt wären, dass uns so ein bisschen “rumreisen” im Land schon zu viel werden kann... Naja, die Realität wäre abzuwarten), ist das im Moment eben auch eine finanzielle Frage. Das ganze Projekt würde uns bestimmt monatlich nochmals 10.000 Rupien kosten und das ist bei dem ungewissen Ausgang der Story, derzeit einfach nicht drin. Natürlich müsste das aber mindestens eins/zweimal ausprobiert werden und dann sollten wir abwarten, bis wir wirklich “online” gehen. Wenn das ganze dann von unseren Lesern positiv bewertet würde, könnten wir vielleicht einen Sponsoren finden und ihn dann so weiter machen lassen und Sisira hätte endlich seine Aufgabe gefunden....
Das wirkliche Problem Das Problem im Moment ist aber, dass ich es eigentlich leid bin, immer den falschen Leuten Aufgaben zu übertragen, denen sie am Ende nicht gewachsen sind. Ich denke nicht, dass Sisira zum Reporter geboren ist. Er ist sehr engagiert und will unbedingt arbeiten. Aber er macht diesen Job einfach nur deshalb, weil ihm nichts passenderes angeboten wird. Das dürfte -im Übrigen, so manchem Rollifahrer (und anderen) so gehen... Ich wünsche mir so sehr, dass wir zukünftig einmal so viele Aktivisten in unserer Community haben und so erfolgreich sind, dass wir viel mehr unterschiedliche Aufgaben zu verteilen haben und dafür auch viel mehr Leute zur Auswahl stehen. So könnte dann jeder seinen Platz in der Gemeinschaft finden - und jeder käme genau an den Platz, wo er auch wirklich hingehört. Da wir soweit noch nicht sind, müssen wir im Moment, falls dies überhaupt möglich ist -und was ich aber immer mehr bezweifle, eben Sisira das Schreiben beibringen oder ihm zumindest beibringen die richtigen Fragen bei seinen Besuchen für seine Reportage zu stellen und ihm beibringen auf seinen Touren den richtigen Blick für skurrile, interessante und außergewöhnliche Situationen zu bekommen und diese dann mit der Kamera auch festzuhalten. Dann, könnte ja eine zweite Person, mit den entsprechenden Talenten -vielleicht aber mit einer geringeren Beweglichkeit, alles zu einer interessanten Reportage zusammen fügen... -könnte, aber ist das nicht schon wieder alles Traumfabrik ?? Ich denke manchmal wir wollen immer zu viel -mehr als je möglich sein wird. Wir sollten uns das ganze viel realistischer ansehen und entsprechen handeln. Sonst wird aus unseren tollen Ideen am Ende nicht viel - ach, ist das gerade deprimierend... ! :-((
Eine Aufgabe für Sisira Vielleicht gibt es nun bald eine Lösung für Sisira. Er ist ein wirklich aktiver Rollstuhlfahrer, der versucht das Beste aus seinem Leben zu machen. Er braucht wirklich nicht viel zum Leben, aber er will sich seinen Lebensunterhalt selbst verdienen. Wir werden ihm jetzt anbieten auf unserer Internetseite seine eigene Ausstellung zu präsentieren und wir werden ihm dabei helfen. Er wohnt ziemlich abgelegen und das Internet gibt´s in der nächsten Stadt im Internetcafé. Aber Sisira gibt nicht so schnell auf und er hat ja Zeit und er kennt einen anderen Rollstuhlfahrer der kunsthandwerkliche Produkte aus Kokosnuss herstellt. Er sollte versuchen, gemeinsam mit diesem Rollstuhlfahrer, die Produkte in unserem Künstlercafé auszustellen und die Ausstellungsstücke gleichzeitig zum Verkauf anzubieten. Vielleicht ist für unsere deutschen Rollifahrer etwas interessantes dabei. Wenige € sind viele SL Rupies und eine weitere Ausstellung ist für uns alle immer ein Gewinn. |