| Der Traum vom Hund 1.Teil |
| Geschrieben von: Mira |
| Donnerstag, 21. Mai 2009 um 11:38 Uhr |
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Als Rollstuhlfahrer alleine einen Hund versorgen Möglich oder unmöglich das ist hier die Frage! Ich bin immer mit Hunden zusammen gewesen und mit Ihnen aufgewachsen. Nun, da ich mein eigenes Leben führe, hätte ich gerne wieder so einen vierbeinigen Freund gehabt. Doch wie sollte ich das in einem nur Rollstuhlhaushalt (Mein Freund ist auch Rollstuhlfahrer) umsetzen. Ich vertagte diesen Wunsch immer und immer wieder, vernunftgemäß.
Warum es mir so wichtig wurde... Dann hatte ich eine besonders schwierige Zeit. Plötzlich hatte ich wiederholt mit Trauer fertig zu werden. Das Geld war wie immer furchtbar knapp und es wurde immer schwieriger noch einen Glauben in die Zukunft zu entwickeln. Ich muss zugeben ich verlor meine Hoffnung, dass wir jemals wieder so glücklich werden würden wie vor diesen Erlebnissen. Manchmal braucht man die Erfahrung das auch Träume wahr werden können und begint darum zu kämpfen! Ich flüchtete mich zu dieser Zeit oft in meine Träume. Ich wollte wieder etwas richtig schönes erleben, nur um zu sehen, dass es noch möglich war. In all dieser Zeit wurde mein Traum von einem eigenen Hund immer stärker. Ich liebe diese Tiere sehr, und ich wollte es unbedingt schaffen diesen Traum zu verwirklichen. Ich wusste, dass mir das helfen würde wieder neuen Mut zu fassen. Ich begann, mir Informationen zu beschaffen und habe mit verschiedenen Fachleuten gesprochen. Mir wurde überall deutlich davon abgeraten mir einen eigenen Hund anzuschaffen. Das Hauptproblem dabei ist wohl, dass ich nicht gerade über viel Kraft verfüge, um einen Hund mittels Leine im Griff behalten zu können oder über das Wissen ihn selbst Auszubilden. Ich wäre dafür nicht geeignet und es ist unmöglich, hieß es von allen Seiten. Ganz egal was andere sagen... Ich fühlte mich entmutigt, aber ich würde nicht aufgeben, das stand fest. Es musste einfach einen Weg geben, auch für mich als Rollstuhlfahrerin. Also, ins Internet und los ging die Suche. Mein Freund unterstützte mich dabei sehr und musste mir in dieser Zeit immer wieder Mut machen. Nach einiger Zeit erfuhr ich, dass es ausgebildete Assistenzhunde gibt. Diese Hunde sind sogar fähig, einem in der Bewältigung des Alltags zu helfen! Sie können Gegenstände vom Boden aufheben, Lichtschalter betätigen, beim An - und Auskleiden Hilfestellungen geben und vieles mehr. Abgesehen von all diesen durchaus nützlichen Dingen, tun sie aber auch das, was jeder gute Hund tut: sie sind einfach für einen da, geben und nehmen Liebe und sind gute Partner. Da diese Hunde an den Rollstuhl gewöhnt sind und sehr gut den nötigen Gehorsam beherrschen wird man mit diesen Hunden auch nicht in Schwierigkeiten geraten, wenn man zum Beispiel auf Artgenossen oder Katzen stoßen sollte. Die alltäglichen Problem wären damit lösbar, aber das ist leider noch nicht alles... Hört sich gut an, dachte ich, und wusste dass mir das in vielerlei Hinsicht sehr helfen und gut tun würde. Das Problem? Diese Hunde kosten zwischen 12.000 und 25.000 Euro... Im ersten Moment dachte ich nur, Traum geplatzt, das können wir niemals bezahlen! Die Sache hat mich aber einfach nicht los gelassen. Ich habe also trotz alledem zu einigen Vereinen Kontakt aufgenommen, ich musste zumindest versuchen eine Lösung zu finden. Am Anfang machte ich nicht gerade gute Erfahrungen. Gleich die Dritte Frage war - allzu oft, wie viel ich verdiene, bei 600 Euro war dann das Gespräch recht schnell vorüber. Ich bin einfach zu Pleite, da geht nichts - dachte ich. Es war klar, dass ich zukünftig auch etwas an meinem Verdienst tun wollte, doch wir wissen alle, wie schwer es ist, einen anderen Job zu finden... Die RollingElephants waren noch lange nicht am Start, auch wenn wir ununterbrochen daran arbeiten würden, wie lange würde es dauern so viel Geld zusammen zu bekommen? Ich hab mich trotz allem wieder auf die Suche gemacht, der vierte Anlauf, und ich erlebte wahrhaft eine Überraschung...
Fortsetzung folgt... |




